Am Tage stehen die Tische.

Mein Freund an den Tischen.

Am Tage kam ich aus dem Tritt. In der Nacht siegte mein Stolz. Am Tage sah ich den Boden. In der Nacht schoss ich mir Sterne. Am Tage schmeckte ich den Sand. In der Nacht zog ich hoch eine Mauer. Ich bin im Licht erwacht. Schwarz ist die Erinnerung. Drum blicke ich heute nicht zurück, mache keine grossen Pläne. Veränderung biegt mich gleich einer Gerte. Verlagerung bestimmt manche Bewegung. Meine Taschen voller Naschwerk sind und zur Nacht bette ich mich gut. Der Tag ist meine Zuflucht. Ruft mich die Nacht strebe ich zum Freunde. Sein OHR, seine WORTE, seine ESPERANZA sind meine Rettung. Danke, Freund. Wir rücken zusammen. Und in der Nacht stehen die Tische erst recht, – bereit. Dein MM

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Vision

Ein Traum: Ich stehe in einer kleinen Gruppe von Menschen, wir schreien. Eine Lawine rast an uns vorbei. Das Rasen scheint nicht aufzuhalten zu sein, lauter einzelne Teile in einer Bewegung nach unten. Wir stehen und schreien. Leben leuchtet aus unseren Körpern. Die Bewegung der Lawine geht nach unten. Ein Organismus, der alles verschlingt und nichts zurücklässt. Nur uns, die wir schreien. Die Lawine gibt kein Geräusch von sich. Wir spüren unsere Langsamkeit und sehen die Raserei. Etwas scheint zwischen den Teilen zu sein. Etwas, das nicht selber Teil ist. Etwas, das die Lawine zusammen hält. Etwas schreckliches. Wir sind achtsam, damit wir nicht kleben bleiben. Wir stehen so fest, dass Wellen an uns brechen. Plötzlich lösen sich Gestalten aus der Lawine. Sie bleiben stehen und schreien, so wie wir. Die Lawine ist der Rausch, der im Fall nichts zurück lässt. Außer uns, die wir schreien. Unser Gruppe wächst, Ruhe kehrt ein. Und Sprache. Das Wort dass wir schreien: Liebe. Etwas, dass sich anfühlt wie eine schreckliche Angst rast davon.“